Jamil

2018 Freies Projekt mit Michele Gentile / Aufgabe: Regieassistenz

Das Projekt

Jamil ist ein freies Projekt, das von Michele Gentile (Little Big Talents) initiiert wurde. Der Regisseur und Cutter hatte aufgrund seiner eigenen Erlebnisse in Krisenregionen dieser Welt die Idee, die Geschichte zweier Verschütteter zu erzählen.

Nach einem Luftangriff finden sich Khalead (Fakhri Hamad), ein syrischer Zivilist, und Steve (Sam Alexander), ein US-Soldat, in der selben misslichen Lage wieder – verletzt eingeklemmt in der Dunkelheit und mit wenig Aussicht auf Rettung. Das einzige, was ihnen bleibt, ist die Stimme des jeweils Anderen, der aber in einer fremden Sprache spricht…

Während die Beiden unter Trümmern gefangen sind, bereitet sich in einem zweiten Erzählstrang die Kriegsfotografin Anja (Beate Malkus) auf ihren nächsten Einsatz vor. Ihr Mann (Tobias Langhoff) bangt jedes Mal um ihr Leben, aber er weiß, er muss sie gehen lassen.

Meine Aufgabe

Begeistert von der Idee, und auch von dem interessanten Ansatz, einen Film halb in der Dunkelheit spielen zu lassen, war ich seit der ersten Version des Drehbuchs mit von der Partie. Michele hatte eine Vision, die es zu unterstützen galt. So tüftelte ich mit ihm an den Dialogen und wir trafen zusammen eine Vorauswahl für den Cast.

Die ersten Aufnahmen fanden in einer Garage statt. Aufgetürmter Schutt vermittelte den dazwischen kauernden Schauspielern tatsächlich das beklemmende Gefühl, darunter begraben zu sein.

Bei den Dreharbeiten zum Erzählstrang “Anja“ betreute ich die Schauspieler und kümmerte mich zusammen mit der Aufnahmeleitung um den reibungslosen Ablauf, da dieser Part innerhalb eines sehr knappen Zeitplans an einem einzigen Wochenende umgesetzt werden musste.